Hochtourenwoche Bernina (Fortsetzung)

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Unser Wunschziel: Piz Bernina vom Rif. Marco e Rosa

 

5.7.: Am Morgen ist klar, dass Italien gewonnen hat. Essraum dunkel, Küche geschlossen. Aber der Hüttenwart spürt dann doch den Auftrieb der Bergsteiger, und mit kleiner Verspätung geht es in Richtung Piz Bernina. Peter Knabenhans verspürt Magenprobleme und muss leider auf die Besteigung verzichten. Mit vier Seilschaften zuerst im Schnee und nachher kombiniert auf die Spalla. Der Schneegrat ist super zu gehen und die Gipfelfreude ist in den Gesichtern abzulesen. Zurück in der Hütte wäre Erholung angesagt, aber da an diesem Tag die Rega ihren neuen Helikopter testet, wieder eine Agusta, herrscht ein reger Flugverkehr am Himmel. Ein genialer Tag!

 

6.7.: Der Wetterumsturz ist wie angekündigt eingetroffen. Wind und Nebel mit Sonne. Aufbruch in Richtung Bellavista, ev. mit Besteigung von Zupo. Nach 20 Minuten und immer schlechterem Wetter dreht sich Thomas um und die Aktion wird zugunsten eines Hüttentages abgebrochen. Mit Jassen, MP3-Player und Vor- und Nachschlafen wird die Zeit bis zum Nachtessen überbrückt. Schneetreiben an Scheiben und orkanartige Winde bestätigen die Richtigkeit der Umkehr. Zum letzen Mal wird uns das Menu bekannt gegeben. Nach drei Übernachtungen hat man alles einmal konsumiert.

 


Peter Knabenhans ist nachdenklich

 

Unter der Bellavista

 

7.7.: Trotz Nebel wird der Abstieg in Richtung Fortezza-Grat in Angriff genommen. Die Spaltengefahr wird durch Thomas naturnah ausprobiert, aber die Unterstützung von hinten ist auf der Hut. Fast blindlings führt uns Thomas an den Einstieg des Fortezza-Grates. Kombiniertes Gelände mit Abseilen führt uns in Richtung Boval-Hütte. Ab ca. 3'000m verwandelt sich der Schnee in Landregen. Aber der Weg zur Hütte ist das Ziel. Schön, wieder in der gewohnten Umgebung zu sein. Ein super Team bewirtet uns.

 

8.7.: Nochmals frühe Tagwache und mit Elan wollen wir über den Piz Boval, Piz Misaun nach Morteratsch absteigen. Gerade beim Verlassen der Hütte beginnt es zu regnen, und der direkte Abstieg bis nach Pontresina ist die logische Folge. Nach einer letzten Stärkung in der Jugi fahren wir in Richtung Zürich. Eine sehr schöne Woche mit vielen Eindrücken geht zu Ende.

 


Ein letzter Blick

 

Recht herzlichen Dank an Bruno und Thomas. Die Tourenwoche 2007 hat bereits einige Voranmeldungen auf sicher.

15.7.2006 - Kurt Badertscher

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